2. Skikursfahrt 2016 Wildschönau

16. 01. 14
Zugriffe: 1434

Das große Problem mit dem kleinen Wort EIGENTLICH

-oder: der Bericht einer außergewöhnlichen Ski/Snowboardkursfahrt.

Also, EIGENTLICH begann unsere 2. Kursfahrt wie jede andere auch. Pünktlich um 5:40, alle Teilnehmer warteten schon vor der Schule in Reichertshofen, bog der erste Bus um die Ecke. Und dann... geschah erst mal nichts. Es wurde 5:45, 5:50 - jetzt wäre EIGENTLICH Abfahrt - nichts. Endlich, gegen 6:00 Uhr, tauchten dann auch die fehlenden zwei Busse auf.
Nun, der Tag kann EIGENTLICH nur besser werden - EIGENTLICH.
Kurz nach Reiseantritt die Nachricht, Bus 1 steht, vollbesetzt mit 59 Personen, auf einem Parkplatz bei Pfaffenhofen. Der Busfahrer hatte es geschafft, den Zündschlüssel abzubrechen! Bus 1 wartete also, in Dunkelheit und Kälte, ohne Strom oder Heizung, auf einen Ersatzschlüssel. Ein Ersatzschlüssel konnte nicht gefunden werden, also wurden daraus dann Ersatzbusse.
Irgendwann kam dann die erlösende Nachricht, 'Bus 1', jetzt aufgeteilt auf einen kleineren Reisebus und einen Kleinbus, rollt wieder und ist ca 1,5 Stunden hinter den anderen zwei Bussen.
Schnell wurde ein Skikurs Notfallplan bis Mittag erstellt, denn EIGENTLICH sah es ja bis zu diesem Zeitpunkt noch so aus, als würden die anderen zwei Busse rechtzeitig an unserem Ziel Fieberbrunn ankommen. EIGENTLICH.
Kurz vor Ankunft an unserem Ziel plötzlich Stillstand. Der übliche Stau ins Skigebiet Fieberbrunn? Nein, weit gefehlt. Ein LKW war umgekippt und die Strasse voll gesperrt, es gab kein Durchkommen.
Also, Umdrehen. Kopf in den Schnee stecken bringt uns jetzt auch nicht weiter, aber einen riesigen Umweg, der uns alle drei Busse erst gegen Mittag ins Skigebiet bringen würde, konnten wir jetzt wirklich nicht brauchen. Es wurde also ganz schnell umdisponiert und wir beschlossen, wieder in das nahegelegene Skigebiet Wildschönau zu fahren. So waren dann zumindest zwei der drei Busse mit nur mäßiger Verspätung auf der Piste, und das Lehrteam konnte in dem uns gut bekannten Skigebiet zügig mit den Kursen starten.
Pünktlich zum ausgemachten Treffen um 11:00 Uhr an der Kooglmoosalm war dann auch Bus 1 vor Ort, und alle Kurse konnten wieder in voller Besetzung stattfinden.
Nach diesem aufregenden Morgen konnte uns wirklich nichts mehr erschüttern, alle Teilnehmer genossen es sichtlich, endlich Skifahren und Snowboarden zu können. Da war es dann auch egal, dass es fast durchgehend schneite und die Sicht natürlich auch nicht die Beste war. Zumindest gab es ausreichend Schnee! Unsere Kurskinder meisterten die etwas widrigen Verhältnisse mit Bravour und so viel Einsatz, dass eines unserer Kurskinder mich abends im Bus darauf hinwies, dass sie doch auch einmal einen Applaus verdient hätten. Da hat er absolut Recht. An dieser Stelle ein Applaus, weil ihr wirklich toll seid, und ein Dankeschön an all unsere Kursteilnehmer, Eltern, Freifahrer und natürlich an das gesamte SC-Team, dass wir alle diese schwierige Situation so toll miteinander gemeistert haben.
So ging dann ein durchaus ereignisreicher Ski- und Snowboardtag zu Ende, wer Lust hatte, genoss noch ein Bier, eine Apfelsaftschorle und leckeres italienisches Essen im TSV Vereinsheim, und EIGENTLICH waren wir alle froh, dass 143 Personen unverletzt und wohlbehalten wieder in Reichertshofen angekommen sind, ihr ahnt es schon...bis das Telefon klingelt und eine Mutter mich fragt, wie es denn sein kann, dass wir ihre Kinder im Skigebiet haben stehen lassen. EIGENTLICH hatten wir wie immer alle Busse durchgezählt, und EIGENTLICH war ich mir auch sicher, dass ich zwei der drei angeblich zurückgelassenen Jugendlichen in Reichertshofen auf dem Parkplatz persönlich verabschiedet hatte; jetzt machte ich mir doch ernsthaft Sorgen über meinen Geisteszustand! Zum Glück ließ sich nach einigen Telefonaten klären, dass es sich um einen Scherz handelt, der EIGENTLICH auf Kosten der Mutter hätte gehen sollen!
Der SC wünscht Euch allen ein erholsames freies Wochenende, wir freuen uns schon auf die nächste Fahrt am 30. Januar nach Fulpmes, mit hoffentlich ein bisschen weniger EIGENTLICH.
Bitte dran denken, Abfahrt und Ankunft diesmal an der Paarhalle, und wir hoffen, dass möglichst viele von Euch Lust haben, direkt im Anschluss mit uns das TSV Vereinsheim in eine Apres Ski Hütte zu verwandeln. Direkt vom Bus zum Apres Ski, und auch die Jüngeren kommen nicht zu kurz, denn es gibt eine eigene Kinderdisco. Wir freuen uns schon darauf.

 

Bilder in der Galerie